Ostseebad Laboe

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Die Gemeinde Ostseebad Laboe ist eine amtsfreie Gemeinde in der Probstei im Kreis Plön in Schleswig-Holstein am Ostufer der Kieler Förde.
Die Gemeinde liegt 20 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Kiel. Vor der Haustür sozusagen liegt die Kieler Förde, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Etwas entfernt beginnt um die dänischen Inseln Langeland und Aero die sogenannte „Dänische Südsee“. Zum Hinterland gehört die historische Landschaft der Probstei mit Feldern, Wald, Wiesen und Seen.

Geschichte

Laboe besteht als slawisches Fischerdorf schon vor 1200 n.Chr., als deutsches Bauerndorf etwa ab 1200. Im Jahre 1240 wird es erstmals als Lubodne urkundlich erwähnt. Der Name, der Schwanenort bedeutet, stammt aus dem Slawischen, wozu bemerkt werden sollte, dass Laboe in jenem Teil Holsteins liegt, der vormals slawisch besiedelt war. Der Schwan ist auch das Wappentier Laboes.

1226 kam das Gebiet zwischen dem Köhner Mühlbach im Osten und der Hagener Au im Westen sowie der angrenzende Wald in den Besitz des Klosters Preetz. Laboe wurde zwischen 1226 und seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1240 als deutsches Dorf gegründet, jedoch bestand vermutlich bereits vorher ein slawisches Fischerdorf namens „Lubodne“, zu deutsch „Schwanenort“. Das Wappentier Laboes, der Schwan, lässt sich also auf den alten slawischen Namen zurückführen.
Laboe war ursprünglich als Rundangerdorf („Rundling“) angelegt: Um den kreisförmigen Platz, den Dorfanger, waren die Bauernhäuser gruppiert.
1643 kam es auf dem „Rütersoll“ - beim heutigen Friedhof - zu einer Schlacht zwischen den um die Vormachtstellung an der Ostsee kämpfenden Dänen und Schweden, Laboe wurde bei dem Gefecht fast vollständig niedergebrannt. Beim Mergelgraben wurden fünfzig in einem Massengrab liegende Skelette, Waffenteile und Münzen gefunden.
Das Wahrzeichen Laboes, die Mühle, dreht seit 1872 ihre Flügel. Der Müllermeister Merz hatte sie vom Flügelbauer Mai errichten lassen. 1904 brannte die Mühle ab, 1906 wurde sie neu erbaut, 1914 ist sie wiederum abgebrannt (aus strategischen Gründen) worden und 1923 von Müller W. Thiessen nochmals aufgebaut worden. Vor Jahren gewährten die Gemeindevertreter und der Kreisausschuss des Kreises Plön für Erhaltung der Mühle einen namhaften Zuschuss, um sie vor dem angedrohten Abbruch zu retten.
Seit 1875 hat Laboe den Zusatz 'Ostseebad', um 1900 waren die alten ländlichen Strukturen des vorigen Jahrhunderts zwar noch vorhanden, aber die Wandlung des ländlichen Lebens im Umland der Großstadt Kiel war bereits deutlich vorangeschritten.

Ortsteile
Das Ostseebad Laboe hat mehrere Ortsteile, die jeweils ihren eigenen Charakter haben. Die wichtigsten Ortsteile sind das Ober- und das Unterdorf. Laboe hat mit seinem Oberdorf noch sein altes dörfliches Zentrum bewahrt, das in seiner Grundstruktur als Anlage eines Runddorfes weitgehend unversehrt erhalten ist. Um ein ursprünglich als Anger ausgebildetes Zentrum gruppieren sich zur Mitte hin offene Hofanlagen. Dazwischen liegen noch eine ganze Reihe kleiner Katen und Nebengebäude. Die ursprünglich mit einer Baumreihe alleeartig betonte, sich ringförmig um das Zentrum legende Wegführung hat sich ebenfalls zum großen Teil erhalten.

Tourismus
Laboe hat einen etwa drei Kilometer langen Strand, der den Ort genau wie die Lage an der Kieler Förde als Bade- und Ausflugsort prädestiniert. Außerdem gibt es einen Sportboothafen und ein Meerwasserhallenbad. Bekannt ist das Ostseebad auch für seinen Fisch, seine Gastronomie und seine alten Segelschiffe im Gewerbehafen, die bei Touristen und Postkartenmachern als Fotomotiv sehr beliebt sind.

Hafen
In Laboe gibt es zwei Yachthäfen mit über 700 Liegeplätzen sowie einen Fischerei- und Gewerbehafen. Neben der Angelschiffahrt gibt es die Möglichkeit, Segelschiffe zu chartern oder die verschiedenen Segelscheine in Segelschulen zu erwerben. Eine Surfschule komplettiert das Angebot.
Bereits im Jahre 1817 nutzten Fischer eine Landungsbrücke, die in nordwestliche Richtung in die Förde verlief. Im Laufe der Jahre wurde diese Landungsbrücke von den Fischern ausgebaut, um die wachsenden Anforderungen zu erfüllen. Durch Verlandung aufgrund von Stürmen und Sturmfluten konnten größere Boote und Kähne allerdings auch an diesem Anleger bald nicht mehr festmachen.
Im Jahr 1850 vereinigten sich deshalb die Schiffer, Fischer und Bootführer, um einen Bootshafen bei Laboe zu bauen. Das Gelände hierfür wurde dem gegründeten Hafenverein vom Kloster Preetz pachtweise überlassen. Der Hafen wurde zu einem wichtigen Umschlagpunkt in der Kieler Förde, 1869 zählte der Hafenvorstand 3465 ein- und auslaufende Schiffe, fast der gesamte Umschlag der Region um Laboe lief über den Hafen.
Auch für die Kriegsmarine hatte Laboe eine gewisse Bedeutung, da der Hafen den Umschlag von Material für die Küstenbefestigung ermöglichte. In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs suchten viele Schiffe aus dem Osten Zuflucht in den Häfen der westlichen Ostsee. Nach Kriegsende blieb ein Teil der Besatzungen und verstärkte Laboes kleine Fischereiflotte.
Zur Segelolympiade 1936 wurde der Hafen an der Südmole ausgebaut, um die vielen Fahrzeuge der Regattasegler aufnehmen zu können.
Der Laboer Hafen, wurde seit 1988 in jedem Jahr mit der blauen Umweltflagge für saubere Meere ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, die von der Stiftung für Umwelterziehung in Europa in den Haag vergeben wird und in der Bundesrepublik Deutschland durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung verliehen wird, erhalten Hafenträger, die sich in besonderem Maße für den Umweltschutz und die Aufklärung verdient gemacht haben.


Marine-Ehrenmal
Unübersehbar ist in Laboe das Marine-Ehrenmal für die gefallenen Seeleute beider Weltkriege und auf den Meeren gebliebene Seeleute. Am 8. August 1927 fand die Grundsteinlegung des 72 m hohen Turms durch Admiral Scheer statt. Über 341 Stufen gelangt man auf den Turm und hat einen kilometerweiten Ausblick, bei klarer Sicht sogar bis Dänemark. Der Delegiertentag des Deutschen Marinebundes fasste am 6. Juli 1925 den Beschluss, für die gefallenen Kameraden ein Ehrenmal zu erbauen. Grundidee zum Bau des Marine-Ehrenmals, das in seiner Größe und Gestaltung einmalig ist, ging von Wilhelm Lammertz (Obermaat d. Kaiserlichen Marine) aus. Der Entwurf des Architekten Munzer aus Düsseldorf wurde zur Ausführung bestimmt.
Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Größe von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage neben dem markanten Turm eine unterirdische Gedenkhalle, die Historische Halle mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schiffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7000 Quadratmeter große, mit Wesersandstein belegte Freifläche. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend – waren in den Bau geflossen, der heute zu den wenigen architektonischen Beispielen des Expressionismus zählt.
Ebenfalls kann in Laboe ein Propeller des Schweren Kreuzers Prinz Eugen besichtigt werden.

U 995
Das Boot U 995 vom Typ VII C wurde am 16. September 1943 bei Blohm & Voss in Hamburg erbaut. Am 25. April 1944 lief es nach Norwegen zum Einsatz ins Eismeer aus. U 995 wurde nach dem Krieg den Norwegern überlassen, die das Boot unter den Namen „Kaura“ in Dienst stellten.
Später wurde es der Bundesmarine zurückgegeben und mit deren Einverständnis als technisches Museum, welches besichtigt werden kann, am 13. März 1972 vor dem Marine-Ehrenmal in Laboe aufgestellt. Eigentümer ist der Deutsche Marinebund.
U 995 ist das letzte erhaltene Boot des Typs VII C.

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